Sonntag, 2. Dezember 2012

Und seitdem will die Zeit nichts mehr von mir wissen



Lange Zeit war jetzt hier Funkstille, das lag eindeutig an zu viel Sachen für die Uni (kommt halt davon, wenn man allein Sachen für 2-4 Leute macht) und chronischem Zeitmangel. Ich hoffe nun nur noch, dass es sich in den Winterferien etwas ändert, aber mal sehn. Nebenher werde ich dann auch noch umziehen, also falls dann doch kein Internet mehr da ist so um die Jahreswende herum… Dann muss ich von der Uni aus bloggen :)
Heute wollte ich ein längst überfälliges Rezept posten und dann direkt schon ein tolles, großes, (fast) fertiges Cosplayprojekt vorstellen: Meinen Nazgul <3
In unserer Uni war ein Herr der Ringe Marathon (mit den Special Extended Versions) und naja… Da musste es einfach sein, ich hab mich in das Projekt Nazgul gestürzt, es kann sich wohl schon sehr sehen lassen, auch wenn noch einige Sachen dank Zeitmangel (mal wieder) nicht fertig wurden und ich das alles noch nacharbeiten werde. Aber einen schönen Fotoshoot gab es sowieso auch noch nicht. Also von daher… Da werden noch im Laufe des Jahresendes ein paar Progress-Posts kommen. Nun aber zu dem versprochenen Rezept:


Nom nom nom Kürbisbandnudeln

Leckerste Kürbis(/Zucchini-)nudeln selbstmachen

Das Grundrezept ist sehr simpel, (das „bauen“ der Nudeln ist das schlimmste,) es könnte auch mit anderem Gemüse funktionieren, aber das habe ich noch nicht ausprobiert. Vermutlich müsste man nur nach einem ähnlichen Wassergehalt oder so schauen… Also, grobe Mengen:
Für 4 Personen sollte man schon mit einem Kilo Gemüse rechnen (beim Kürbis auch etwas Kerne und evtl Schale einrechnen und abziehen, damit 1kg Fruchtfleisch da ist!) und pro 500g Kürbis/Gemüsefleisch dann grob 600g Mehl einplanen. Gerne kann man sicher auch mehr machen, die Nudeln halten sich auch etwas und sind angebraten (oder mit Wilmesburger überbacken) ein Traum.

Gemüse in kleine Stücke schnibbeln, etwa gleichgroß, dann in etwas Salzwasser garen. Hängt von der Stückgröße und mehr ab, einfach mal testen, wenn der Kürbis zerfällt… Auch kein Weltuntergang. Denn nun wird alles abgetropft und püriert. Auf 500g Kürbis kommen etwa 2EL (Oliven-)öl und eine schöne Prise Salz, auch etwas Pfeffer, und weil es vor allem zu Hokkaidokürbis so gut passt, frisch gehobelte Muskatnuss (bei mehr einfach anpassen). Dann nach und nach das Mehl hinzufügen und einen Teig kneten. Vorsicht, euer Gemüsepüree ist verdammt heiß und wenn ihr nicht wie Gollum im Schicksalsberg enden wollt (zumindest eure Knethand), dann passt da bloß auf (ich habe das ja schon getestet…)

Ihr fügt nach und nach Mehl hinzu, bis euer Teig nur noch an sich selbst und nicht mehr an euch und der Schüssel kleben will. Dann geht’s ans Werk mit dem Formen. Die ersten Male habe ich aus diesem Rezept Gnocchi gemacht, unzählige Male. Das war dann immer schön die gleiche Arbeit: Etwa fingerdicke Rollen formen, davon dann daumennagel oder etwas größere Stücke schneiden und (wer das braucht oder schön findet) noch einmal mit der Gabel Rillen reindrücken. Ich habe das immer gelassen, weil das meist mit 2kg Kürbis gemacht wurde und ja… Beim Essen hat keiner die Rillen vermisst :D

Alternativ kann man den Teig auch ganz normal wie jeden frischen Nudelteig durch eine Nudelmaschine jagen. In dem oberen Bild ist der erste Maschinenversuch zu bewundern, den ich mit Yinobia zusammen fabriziert habe. Dazu wurden kleine Kugeln Teig erst zu Platten durchgedreht und dann durch den Tagliatelleaufsatz gejagt.

Zucchini-Gnocchi
Wenn etwa die Hälfte des Teiges schon in Form gebracht wurde (um Nudeln am Festkleben an ihren Nachbarn oder der Umgebung zu hindern, einfach mit etwas Mehl bestäuben), sollte man spätestens einen großen Topf Salzwasser aufsetzen und die Nudeln hineingeben in Portionen, sobald es kocht. Bei etwa Daumennagel großen Gnocchi kann man getrost warten, bis sie oben schwimmen, bei den Bandnudeln haben wir immer grob 2-3 Minuten gewartet (sonst kann man auch einfach eine Probe machen) und sie dann rausgefischt.

Dazu gehen die verschiedensten Saucen, auf dem Bandnudelbild haben wir eine Tomatenpilzsauce gemacht, im Sommer habe ich Gnocchi mit meiner ersten Hefeschmelz-so-wie-Käse-Sauce serviert, die Zucchinignocchi gab es auch erst mit Hefeschmelzsauce und dann mit Wilmesburger überbacken die Reste… Da sind keine Grenzen gesetzt, auch ein selbstgemachtes Pesto wird sicher sehr gut passen!

So solltet ihr mit leckersten Nudeln sehr schön schlemmen können, hoffentlich schmecken eure Versuche, ich wünsche viel Erfolg und guten Appetit :)
I want a clean cup, let's all move one place on~
Xeno

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